DIE OBJEKTE DES SONNENSYSTEMS

DIE OBJEKTE DES SONNENSYSTEMS

Liebe Astrofans,

nun geht es los, und seit gespannt

DER MOND UNSER NACHBAR IM ALL

Der Mond als unser nächster Begleiter bietet dem Betrachter schon im Fernglas viele faszinierende Landschaften. Besonders reizvoll ist es, im Fernrohr den Sonnenaufgang an einem Mondkrater zu verfolgen.

Der Mond ist mit einer mittleren Entfernung von 384.400 Kilometern unser nächster Nachbar im All. Sein Durchmesser beträgt 4376 Kilometer und er erscheint uns am Himmel etwa 30 Bogenminuten groß. Da die Umlaufbahn des Mondes um die Erde nicht kreisrund, sondern deutlich elliptisch ist, schwankt seine Entfernung zwischen 356.300 und 406.700 Kilometern und sein scheinbarer Durchmesser zwischen 34.1 und 29.8 Bogenminuten. Die Rotation des Mondes um seine Achse dauert genauso lang wie ein Umlauf um die Erde, man spricht von gebundener Rotation“. Aus diesem Grund wendet uns der Mond stets dieselbe Seite zu, seine Rückseite kann man von der Erde aus nie sehen.

Halt, das stimmt nicht ganz! Etwa 9% der Mondrückseite sind dem Beobachter von der Erde aus doch zugänglich, der Mond scheint im Laufe eines Monats zu taumeln-ein Effekt, der Libration genannt wird. Der größte Effekt, die Libration in Ost West- Richtung ( Libration in Länge) wird durch die elliptische Umlaufbahn des Mondes um die Erde erzeugt. Die Entfernung des Mondes von der Erde ändert sich während seines Umlaufs und dadurch auch seine Winkelgeschwindigkeit, das ist die Geschwindigkeit, mit der der Mond vor dem Hintergrund der Sterne vorüberzieht, in Grad pro Stunde gemessen. Seine Rotationsbewegung um die eigene Achse bleibt jedoch konstant. In Erdnähe rotiert der Mond also scheinbar langsamer und in Erdferne scheinbar schneller als seiner Bahnbewegung entspricht. Dadurch pendeln der östliche und westliche Mondrand etwas hin und her. Durch diese scheinbare seitliche Drehung können wir bis zu 7.9 Grad von der Rückseite beobachten, wenn auch ganz dicht am Mondrand. Die Libration in Nord-Süd-Richtung ( Libration in Breite) stammt von der Schiefe der Mondachse auf seiner Umlaufbahn um die Erde. Sie ist um 6.7 Grad von der Senkrechten relativ zur Bahnebene geneigt. Dadurch ist während eines Umlaufs um die Erde mal der Nordpol und mal der Südpol in Richtung Erde geneigt, so können wir etwa über die Pole hinausgehend einen Teil der Rückseite beobachten. Nicht völlig zu vernachlässigen ist die parallaktische Libration des Mondes. Das hat nichts mit dem Begriff der parallaktischen Montierung zu tun, sondern vielmehr mit der Winkelparallaxe des Sehstrahls vom Beobachter zum Mond, wenn der Mond am selben Tage einmal am östlichen und einmal am westlichen Horizont beobachtet wird. Wir kennen diesen Effekt von unseren Augen her: Das linke Auge sieht einen Gegenstand unter einem anderen Winkel als das rechte Auge, was uns das räumliche Sehen ermöglicht.

Die Mondbahn ist um rund 5 Grad gegen die Bahnebene der Erde um die Sonne geneigt.

Bei der parallaktischen Libration des Mondes beträgt die Basislinie für dieses sehen nicht die typischen 12cm zwischen unseren Augen, sondern maximal einen Erddurchmessers, also etwa 12.000 Kilometer. Dadurch können wir ungefähr ein weiteres Grad von der Seite auf den Mondrand schauen und dadurch ein klein wenig mehr von der Mondrückseite beobachten. All diese Librationseffekte addieren sich täglich in verschiedener Kombination. Es kann daher recht spannend sein, zu versuchen, mit dem Teleskop möglichst viel von der Rückseite zu erwischen“. Eine gute Mondkarte oder ein Mondatlas sind hier selbst für erfahrene Beobachter sehr hilfreich.

Das war der erste Teil des Sonnensystem der zweite Teil folgt…….

Vielen dank für das Lesen und weiter hin viel Spaß auf meiner Seite.

Ihr könnt also gespannt sein. Schaut doch auf meinen YouTube Kanal vorbei, denn da habe ich bereits viele spannende Videos für euch.

Euer Mirko

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