Ein Planet wie reines Eisen

Liebe Astrofreunde,

es wurde ein neuer Planet entdeckt

Der Exoplanet GJ 367b ist einer der kleinsten Planeten, die je entdeckt wurden. Aber das ist nicht alles was ihn so besonders macht.

Künstlerische Darstellung des Exoplaneten GJ 367b
von Daniel Lingenhöhl

Er ist klein, leicht und schnell, gleichzeitig aber auch extrem dicht: Der Exoplanet GJ 367b gehört unter den an Exoten nicht armen Exoplaneten sicher zu den erstaunlichsten Himmelskörpern. Kristine Lam vom Institut für Planetenforschung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) und ihr Team stellten ihn in »Science« vor.

Der Planet GJ 367b umkreist in nur 31 Lichtjahren Entfernung zur Erde seinen Stern, einen Roten Zwerg und ist nur wenig größer als der Mars. Damit gehört er zu den kleinsten und mit einer halben Erdmasse auch zu den leichtesten Exoplaneten, die man bislang nachweisen konnte. Gleichzeitig ist er extrem kompakt und weist eine Dichte fast wie reines Eisen auf. Für eine Umkreisung seines Muttersterns benötigt er nur knapp acht Stunden, während Merkur in unserem Sonnensystem dafür schon ganze 88 Tage benötigt.

»Aus der genauen Bestimmung von Radius und Masse lässt sich der Planet GJ 367b mit Sicherheit als Gesteinsplanet einstufen«, sagt Lam. »Er erinnert in Größe und Zusammensetzung an den Merkur und gehört damit zu den terrestrischen Planeten.« Und das bringt die Forschung auf der Suche nach einer »zweiten Erde« einen Schritt voran, so die Einschätzung der Astronomin.

Durch seine extrem kurze Umlaufzeit gehört der Himmelskörper zu den »Ultra-Short-Period-Planeten« (USP), deren Ursprung noch unbekannt ist. Entdeckt wurde er durch die Transitmethode, bei der minimale Helligkeitsunterschiede im Licht des Sterns gemessen werden, während der Planet an ihm vorbeizieht. Es ist eine der gängigsten Methoden bei der Suche nach Exoplaneten, der in diesem Fall mit Hilfe des NASA-Weltraumteleskops TESS nachgewiesen wurde.

Die hohe Dichte von GJ 367b legt nahe, dass der Exoplanet einen großen Eisenkern aufweist. »Diese Eigenschaften ähneln denen des Merkurs, der sich mit seinem überproportional großen Kern aus Eisen und Nickel von den anderen terrestrischen Körpern im Sonnensystem unterscheidet«, sagt der an der Studie beteiligte Szilárd Csizmadia vom DLR. Da der Planet sehr nahe um seinen Stern kreist, ist er einer ungleich höheren Strahlung ausgesetzt: mehr als 500-mal so stark wie die Erde. Seine Oberflächentemperatur könnte bis zu 1500 Grad Celsius betragen, eine Temperatur, bei der viele Gesteine und Metalle schmelzen.

Dunkle Materie

Eine Galaxie ohne unsichtbare Masse

Diese sehr diffuse Galaxie könnte ohne Dunkle Materie eigentlich nicht existieren. Messungen zeigen aber keine Spur der unsichtbaren Masse.

Gas in der Galaxie AGC 114905.
.von Lars Fischer

Was die Dunkle Materie ist, weiß bisher niemand. Doch ihre Schwerkraft scheint unzweifelhaft die Bewegungen der sichtbaren Materie im Weltall zu steuern. Viele Fachleute sind sogar der Ansicht, dass Galaxien ohne ihre dunkle Zusatzmasse langfristig gar nicht stabil bleiben könnten. Diese Sicht stellt nun allerdings eine Arbeitsgruppe um Pavel Mancera Piña von der University of Groningen in Frage. Wie sie in den »Monthly Notices of the Royal Astronomical Society« berichtet, kann man die beobachtete Rotation der etwa 250 Millionen Lichtjahre entfernten Galaxie AGC 114905 vollständig durch die Masse ihrer sichtbaren Materie erklären.

Bereits 2019 hatte das Team Daten veröffentlicht, die für AGC 114905 und fünf weitere Galaxien einen sehr geringen Anteil Dunkler Materie nahelegten. Dieses Resultat stieß in der Fachgemeinschaft jedoch auf Skepsis – auch, weil die Galaxien sehr wenig Materie für ihre Größe enthalten und deswegen nach gängiger Theorie besonders stark auf den Beitrag Dunkler Materie angewiesen sind. Darum nutzte das Team nun Daten des Radioobservatoriums Very Large Array (VLA) in New Mexico, um die Verteilung und Rotation des Gases in der Galaxie noch genauer zu kartieren. Die neue Analyse bestätigt das frühere Ergebnis. Während die Bewegung des Gases recht gut mit der enthaltenen sichtbaren Masse zusammenpasst, lässt sie sich mit gängigen Modellen für die Verteilung Dunkler Materie nicht erklären.

Nun das war erstmal ein kleiner Beitrag, aber es ist schon erstaunlich was die Astronomen finden können.

Liebe Hobby Astronomen vielen dank das ihr weiter hin meine Webseite besuchen kommt. Danke

Astroluxx

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