EINE TYPISCHE PASSAGE

Liebe Astrofreunde,

da der Himmel die letzten Tage nicht so schön war, und ich leider nicht Fotografieren gehen konnte, möchte ich euch jetzt mal ein anders Thema euch schreiben.

EINE TYPISCHE PASSAGE:

Da die Station mit einer Geschwindigkeit von rund acht Kilometern pro Sekunde in West-Ost-Richtung um die Erde rast- also viel schneller, als die Erde sich um ihre eigene Achse dreht- zieht sie auch am Himmel in West-Ost-Richtung von dden Sternen vorüber. Ein typischer und aufregender Überflug der Internationalen Raumstation beginnt daher über dem Westhorizont und führt innerhalb von rund drei Minuten bis zur größten Höhe, die je nach Lage der Bahn im Südwesten, Süden oder auch Südosten erreicht wird; für Orte südlich von 51,6 Grad nördlicher Breite kann sich die Station dann auch am Nordhimmel befinden. Während dieser Aufstiegsphase nimmt in der Regel auch die Helligkeit der Station so weit zu, dass sie die der hellsten Sterne weit übertrifft. Anschließend nimmt die Höhe wieder ab, und dann wird es spannend, denn je nach Sonnentiefe taucht die Station mehr oder minder hoch am Osthimmel in den Erdschatten ein: Innerhalb weniger Sekunden nimmt die Helligkeit ab, und plötzlich ist die Station verschwunden. Mit unter kann man die Station gut anderthalb Stunden später ein zweites MAL beobachten , oder es ergibt sich am nächsten Tag eine neue Gelegenheit, dann in der Regel etwa eine Stunde früher oder eine halbe Stunde später. Besonders reizvoll wird die Beobachtung, wenn ein Versorgungsraumschiff unterwegs zur Raumstation ist und die Rendezvous-Phase unmittelbar bevorsteht, dann nämlich ziehen zwei unterschiedlich helle Punkte in mehr oder minder kleinem Abstand auf der gleichen Bahn vor den Sternbildern entlang.

Im März 2015 bot der Komet Lovejoy (C/2014 Q2) einen schönen Anblick im Fernglas.

ERDBEOBACHTUNG AUF DER POLAREN UMLAUFBAHN:

Nicht alle Satelliten ziehen von West nach Ost über den Nachthimmel- man findet auch solche, die sich ungefähr in Nord-Süd-Richtung (oder Süd-Nord-Richtung) bewegen. Eine solche Bahn, die über die Polgebiete der Erde hinwegführt, ist für die Beobachtung der gesamten Erdoberfläche bestens geeignet, vor allem dann, wenn sie in einer Höhe von etwa 780 bis 800 Kilometern verläuft. Dann nämlich überfliegt dieser Satellit die Landschaft unter ihm stets zur gleichen und damit bei gleichen Beleuchtungsverhältnissen. Afgrund der größeren Höhe sind solche Satelliten allerdings nicht so hell wie die Internationale Raumstation, zumal sie auch hinsichtlich der Größe nicht mit der Station konkurrieren. können. Außerdem ziehen sie deutlich langsamer durch die Sternbilder, sodass sie auch deshalb die weniger auffälig sind. Dafür ist ihre Zahl wesentlich größer: Wer sich auf der oben genannten Internet-Seite die Passagen aller Satelliten und Raketenendstufen anzeigen lässt, bekommt für jeden Abend(oder Morgen) eine Liste mit mehreren Dutzend Einträge.

KOMETEN-SELTENE BESUCHER AM IRDISCHEN HIMMEL:

Hin und wieder, taucht ein ganz ungewöhnlich aussehendes OBJEKT am Himmel auf, kein punktförmiger Stern, sondern ein nebelhaft erscheinendes Gebilde mit einem seltsam gekrümmten Schweif: ein KOMET. Groß ist dann die Aufmerksamkeit der Medien und den Beobachtern, selten galten Kometen früher doch (und in manchen Redanktionen anscheinend auch heute noch) als Zeichen des Himmels, die bevorstehende Katastrophen ankündigen. Kometen erscheinen für das breite Publikum meist ziemlich unerwartet und ziehen dann über mehrere Wochen langsamdurch die Sternbilder-anders als die Sonne, Mond und Planeten auch fernab der Ekliptik. Da Kometen nur im sonnennahen Teil ihrer Bahn, also oft erst innerhalb der Erdbahn, hell genug für das bloße Auge werden, gelten vielfach ähnliche Sichtbarkeitsbeschränkungen wie bei den inneren Planeten: Helle Kometen sind entweder am westlichen Abendhimmel oder am östlichen Morgenhimmel zu finden; solche aus stark geneigten Bahnen können aber auch zirkumpolar werden und sogar am Polarstern vorbeiziehen, wie etwa der Komet HYAKUTAKE im März 1996. Der Schweif-oder besser: die Schweife-eines Kometen sind immer von der Sonne weg gerichtet. Man unterscheidet zwischen einem geradlinigen, meist bläulich leuchtenden Gasschweif, der den bloßen Auge kaum auffält, und einem gekrümmten, mitunter bereits gefächerten, gelblichweißen Staubschweif, den man gut sehen kann.

DAS BAND DER MILCHSTRAßE

Von einem wirklich dunklen Standortaus kann man mit bloßem Auge nicht nur die Sterne als glizernde Punkte am Nachthimmel sehen, sondern mit unter auch einen diffus leuchtenden Schimmer ausmachen, der sich in weitem Bogen über den Himmel spannt. Über die Natur dieses Leuchtens ist lange gerätselt worden, bis die Erfindung des Fernrohrs eine Antwort ermöglichte. Bereits Galileo Galilei erkannte die Milchstraße als Ansammlung von Sternen, die so schwach leuchten, dass sie dem bloßen Auge nicht als einzelne Sternenpunkte erscheinen können. Dieses Milchstraßenband ist nicht überall gleich auffällig. Die hellsten Sternenwolken findet man in Richtung Sternbild Schütze, das bei uns aber nicht sehr hoch über den Horizont steigt; in südlichen Ürlaubsländern dagegen spring einem die Milchstraße in diesewr Region förmlich ins Auge. Immer noch hell genug, um zumindest fern ab der großen Städte auf zu fallen, ist die Milchstraßenregion im Sternbild Schwan und dem nach rechts unten angrenzenden Schild. Der Schwan steht in den Sommer-und frühen Herbstmonaten hoch am Himmel, so dass wir die Milchstraße hauptsächlich mit dem Sommer in Verbindung bringen. Dagegen tritt die Wintermilchstraße zwischen den Sternbild Fuhrmann und Großer Hund kaum in Erscheinung. Erst weiter südlich, in den Sternbildern Schiffskiel und Kreuz des Südens (am Südhimmel), wird das Milchstraßenband wieder unübersehbar. Die Bewohner der Nordhalbkugel sind also in Sachen Milchstraße ziemlich benachteiligt. Was sich aus der Form der Milchstarße über die Verteilung der Sterne und über unsere Position innerhalb des Systems aussagen lässt, wird an anderer Stelle noch detaillierter beschrieben werden

So Liebe Astrofreunde das war mal was anders was ich euch schreiben wollte, also wenn ihr ein Satelliten sehen solltet muss es nicht unbedingt einer sein. danke für euere Aufmerksamkeit und das zu hören.

Astroluxx

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