Die MONDOBERFLÄCHE

Die MONDOBERFLÄCHE

Liebe Astrofans,

nun geht es weiter im Programm mit dem Thema Die Objekte des Sonnensystem.

Da der Mond keine Atmosphäre besitzt, fällt der Blick ungetrübt auf seine Oberfläche. So sind bereits mit bloßem Auge die typischen Mondformationen bis zu einer Größe von etwa 120 Kilometern auszumachen. Ein Teleskop und selbst schon ein Feldstecher lassen uns sehr viel mehr Details auf der Mondoberfläche erfassen, deren Größe im Kilometerbereich liegt. Der Mond ist deshalb ein lohnendes Beobachtungsobjekt. Mit bloßem Auge sieht man auf der Mondoberfläche hellere und dunklere Gebiete, darin einzelne helle Flecken. Bei zunehmender Mondphase erkennt man im nordwestlichen Quadranten des Mondes das dunkle,elliptische MARE CRISIUM. Die gleichmäßig dunklen Gebiete werden aus historischen Gründen Maria (Einzahl: Mare) genannt( wobei die Betonung auf der ersten Silbe liegt), weil sie Menschen früher an ausgedehnte Meeresgebiete erinnerten, als noch Wasser auf dem Mond vermutet wurde. In Wirklichkeit handelt es sich aber um große Ebenen aus dunkler, erstarrter Lava. Die helleren Gebiete der Mondoberfläche sind von Kratern durchsetzte Gebirgslandschaften mit einem höheren Rückstrahlvermögen des Sonnenlichtes. Man könnte die Ansicht vertreten, der Mond sei am besten bei Vollmond zu beobachte. Dann ist zwar der ganze Mond auf einmal zu sehen, erscheint im Fernrohr aber kontrastarm und langweilig, Feine Strukturen sind nur in der Nähe der Licht-Schatten-Grenze, dem Terminator“ , plastisch zu erkennen und hübsch anzuschauen. Steigt die Sonne für einen bestimmten Krater am Mondhimmel höher, so werden dessen Schatten immer kürzer, bis bei Vollmond schließlich gar keine Schatten mehr zu sehen sind.

Bei einer totalen Mondfinsternis erscheint der Vollmond dunkelrot

In der Nähe des Terminators hingegen sind die Schatten lang, der Kontrast ist groß und es werden auch ganz flache Bodenstrukturen erkennbar: Flache Wellen in den großen Ebenen, Rillen, die an Flussläufe erinnern, Krater mit und ohne Zentralberg, Gebirge und Gebirgstäler, Kegel erloschener Vulkane und Strukturen in den großen Kratern. Es ist daher sehr interessant, die Mondflächen von Tag zu Tag bei wechselnden Mondphasen entlang des Terminators zu beobachten und scheinbare Veränderungen bei den sich ändernden Beleuchtungsverhältnissen zu verfolgen.

DER MOND IM FERNGLAS

Ein Fernglas oder Feldstecher zeigt bereits viel mehr Einzelheiten auf der Mondoberfläche als das unbewaffnete Auge. Die großen Strukturen am Mondterminator lassen sich von Tag zu Tag gut verfolgen, wenn die Wetterlage mitspielt. Steht der Mond kurz vor oder kurz nach der Neumondstellung, dann hilf der Feldstecher, den Mond in der hellen Abend- oder Morgendämmerung zu finden. Interessant sind auch die Situationen, wenn der Mond einem hellen Stern oder Planeten begegnet oder ihn gar bedeckt.

Zeichnung eines Mondkraters nach Beobachtungen mit einem Amateurteleskop

Vielen dank für das Lesen und weiter hin viel Spaß auf meiner Seite.

Die Kraterlandschaft des Mondes im Teleskop

Wenn es euch gefallen hat, dann schaut doch auch auf meinen YouTube Kanal vorbei, denn da habe ich bereits viele spannende Videos für euch.

Das nächste Kapitel folgt….. Ihr könnt gespannt sein

Euer Mirko

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