Die Beobachtung der SONNE

Liebe Astrofans,

heute mal ein Thema was vielen vielleicht interessieren könnte.

Die Sonnenbeobachtung erfordert besondere Sicherheitsvorkehrungen. Wer sie befolgt, kann Sonnenflecken studieren oder- mit besonderen Filter-Gasausbrüchen in der Sonnenatmosphäre verfolgen, die sonst nur totalen Sonnenfinsternissen zu sehen sind.

Auch unser blendend helles Tagesgestirn is ein interessantes Beobachtungsobjekt-sofern man die entsprechenden Techniken anwendet. Jeder wird sich daran erinnern, wie man mit einer einfachen Lupe das Sonnenlicht dazu benutzen kann, um ein Blatt Papier in Brand zu stecken. Niemals darf man daher mit bloßen Auge, einem Fernglas oder Teleskop ohne entsprechende Schutzmaßnahmen in die SONNE schauen.

Völlig ungeeignet sind die manchen Teleskopen beiliegenden Okular-Sonnenfilter. Sie können platzen und dann das gebündelte Sonnenlicht in das ungeschützte Augen gelangen lassen – ein irreparabler Augen schaden wäre die Folge. Zur gefahrlosen und bequemen Beobachtung der Sonne bieten sich drei Möglichkeiten an: die Projektionsmethode, der Einsatz eines Objektiv-Sonnenfilters oder der eines Pentaprismas (Herschel-Keil)

Die Projektionsmethode

Das Teleskop ( oder auch der Feldstecher) wird als Projektionsgerät eingesetzt. Man schaut also nicht wie sonst durch das Teleskop hindurch, sondern betrachtet das auf eine kleine Leinwand geworfene Sonnenbild. Diese Leinwand ist der Sonnenprojektions-Schirm, den man sich auch selbst bauen kann. Für Testzwecke genügt auch ein weißes Blatt Papier. Zuerst verschließt man das Sucherfernrohr mit der vorderen AAbdeckung, damit es nicht ungewollt zum Brennglas wird! In das Teleskop wird ein Langbrennweitiges Okular eingesetzt und dann indirekt die Sonne eingestellt. (VORSICHT NICHT HINEINSCHAUEN). Dazu betrachtet man den Schatten, den das Teleskop auf den Boden wirft. Der Schatten ist zunächst länglich und wird kreisrund, sobald der Tubus genau aud die SONNE ausgerichtet ist. Es fällt helles Licht auf den Projektionsschirm, das Sonnenbild erscheint und muss noch mit dem Okularauszug scharf gestellt werden. (VORSICHT, hinter dem Okular wird es heiß!) Da sich auch das Okular erwärmt, benutzt man zur Sonnenprojektion nur einfache, unverkittete Okulare. Dies ist eine ungefährliche Art , Die Sonne zu beobachten. Sie eignet sich auch gut dazu, das Sonnenbild einer Gruppe von Besuchern vorzuführen.

DIE FILTERMETHODE

Wie oben bereits erwähnt, eignen sich die Okulare Sonnenfilter nicht zur sicheren Sonnenbeobachtung. Die Sonenfilter am besten gleich wegwerfen! Aber welcher Filter eignet sich zur Sonnenbeobachtung? Ganz einfach: ein Sonnenfilter gehört vor die Öffnung des Teleskops oder den Feldstecher. Dunkle Schweißgläser sind ebenfals ungeeignet. S dämpfen zwar das Licht im richtigen Maße, lassen aber die ( für uns unsichtbare) Infrarot – und UV -Strahlen passieren, die das menschliche Auge schädigen wird. Im Teleskop – Fachhandelgeschäft werden Sonnenfilter angeboten, die für die visuelle Beobachtung geeignet sind. Ihr entscheidender Vorteil: Sie sind verspiegelt und reflektieren das Sonnenlicht, so dass es weder in das Teleskop eindringen, noch das der Filter sich aufheizen kann. Man unterscheidet Glas – und Folienfilter. Ein Sonnenfilter vor der Teleskopöffnung muss die richtige Größe besitzen und vor Herabfallengesichert werden. An Glas – Sonnenfilter werden – wie an ein Teleskop – Objektiv – höchste Qualitätsansprüche gestellt., damit sie das Abild der Sonne nicht verschlechtert. Eine preiswerte Alternative sind Folienfilter mit der sogenannten Mylar – Folie. Dies ist eine sehr dünne, beidseitige metallbeschichtete Kunststoffolie, die lose oder auch bereits gefasst angeboten wird. Eine passenden Papp- oder Holzrahmen lann man sich aber leicht selbst basteln und so auf die ( teure) Fassung verzichten. Glasfilter und Mylar – Folie werden mit verschiedenen Liichtdurchlässigkeiten angeboten. Für die visuelle Beobachtung benutzt man die ( dunkleren) Filter der Dichte 5, für ausschließlich fotografische Beobachtung die ein sehr viel helleres Sonnenbild erzeugenden Filter der Dichte 3.

Zur sicheren Sonnenbeobachtung verwendet man einen Sonnenfilter vor dem Teleskop. Diese Filter werden als preisgünstige Folienfilter(links) oder Glasfilter angeboten.

Das bin ICH

Vielen dank an die leser und Leserinnen, die meine Webseite zu schätzen wissen. Der nächste Beitrag bzw das Nächste Kapitel kommt, Die Objekte des Sonnensystem also bleibt dran und es wird noch ziehmlich spannend werden.

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