Rätsel der Mondseiten geklärt?

Liebe Astronomen,

Bei diesem Beitrag wird kurz erklärt wie der Einschlag von der Vorderseite und der Rückseite des Mondes für Ursachen haben kann.

Einschlag am lunaren Südpol könnte Unterschiede von Vorder- und Rückseite verursacht haben

Der urzeitliche Einschlag am Mond-Südpol (unten) könnte eine durch das gesamte Mondinnere reichende Hitze – und Magmawelle verursacht haben. © Matt Jones

Lunare Katastrophe: Das riesige Einschlagsbecken am Mond-Südpol und die Anomalien der lunaren Vorderseite könnten enger miteinander verknüpft sein als bisher gedacht. Denn sie gehen möglicherweise auf dasselbe Ereignis zurück, wie eine Studie nun nahelegt. Demnach verursachte der Hitzeschwall des Südpol-Impakts Magmaströmungen, die bestimmte Elemente zur gegenüberliegenden Mondseite schwemmten und dann dort den Mare-Vulkanismus auslösten.

Die eklatanten Unterschiede der Mondhemisphären sind eines der größten Rätsel der lunaren Geologe. Während die Rückseite des Mondes eine verdickte und sehr alte Kruste besitzt, ist die uns zugewandte Seite erheblich dünner und von Maren aus dunkler, erstarrter Lava bedeckt. Zudem ist die Kruste der Vorderseite mit ungewöhnlich hohen Anteilen von Seltenerdelementen, Kalium, Phosphor und radioaktivem Thorium angereichert.

Wie das KREEP-Terrain der Mond-Vorderseite entstand und was dort den Vulkanismus auslöste, ist ebenso rätselhaft wie umstritten. So postulieren einige Planetenforscher, dass die Gezeitenkräfte der Erde die Krustenunterschiede bewirkten, andere vermuten einen Einschlag auf der uns zugewandten Mondseite dahinter.

KREEP-Terrain mit erhöhten Thorium-Werten auf der uns zugewandten Seite des Mondes (links) und Lage des Südpol-Aitken-Beckens.

Südpol-Einschlag als Auslöser?

Eine alternative Erklärung haben nun Matt Jones von der Brown University und seine Kollegen gefunden. Ausgangspunkt dafür war der größte Einschlagskrater des Mondes, das mehr als 2.000 Kilometer große Südpol-Aitken-Becken. Dieses entstand vor rund 4,3 Milliarden Jahren, als ein rund 100 Kilometer großer Asteroid am lunaren Südpol einschlug – ziemlich genau an der Stelle, die dem KREEP-Terrain gegenüberliegt.

„Wir wissen, dass große Einschläge wie am Südpol-Aitken-Becken eine Menge Hitze erzeugen“, sagt Jones. „Die Frage ist, wie diese Hitze die Dynamik des Mondinneren beeinflusst hat.“ Um das herauszufinden, rekonstruierten Jones und sein Team die Auswirkungen des urzeitlichen Impakts mithilfe geophysikalischer Modelle des lunaren Innenlebens zur Zeit des Einschlags.

Ein kurzer Beitrag was der Mond für interessante Ecken hat, der Mond hat viele aufgregende Seiten die wir noch nicht kennen und somit Spektakuläre Endeckungen machen können.

Vielen dank an die Leser die meine Seite zu schätzen wissen.

Astroluxx

Ein Kommentar

  1. Mir war der Mond schon immer ein seltsamer kleiner Planet mit vielen Geheimnissen. Am meisten hat mich damals die Kind die Frage beschäftigt, wie er so hell in der Nacht leuchten kann bzw. ob das sogenannte „Länder“ auf dem Mond sind, die diese dunklen Flecken darstellen.

    Fragen über Fragen und ehrlich gesagt, würde mich interessieren ob es auf diesem Mond „Winde“ gibt. Toller Beitrag!

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